Die Problematik der modernen gesellschaft

Das Naturdefizit-syndrom

Die Begrifflichkeit Natur-Defizit-Syndrom (engl.nature deficit disorder) findet ihren Ursprung in den USA. Es beschreibt im Allgemeinen die zunehmende Entfremdung des Menschen von der Natur. Der Mensch hat über Jahrtausende erfolgreich mit und in der Natur gelebt. Diese Lebensweise hat unsere Gehirnmuster über tausenden von Jahren geprägt und sind auch heute noch vorhanden.

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Lieber Steckdose als Wald?

Noch vor 20 – 30 Jahren, waren die Menschen viel öfters in der Natur. Die dort gemachten Erlebnisse und Erfahrungen gehörten zu den schönsten und intensivsten Naturerlebnissen. Volle Terminpläne, moderne Kommunikationstechnik, steigende Urbanisierung, also die Ausweitung der städtischen Lebensweise, sowie digitales Entertainment führen dazu, dass sich die Menschen eines jeden Alters immer weiter von der Natur entfernen. 

Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel: Das Zeitalter der Technisierung und Digitalisierung prägt unseren Alltag in Form von Remote-Jobs (HomeOffice), Home-Schooling, mobilem Arbeiten, digitale Konferenzen, E-Learning und Smart-Home. Selbst unsere tägliche Kommunikation mit unseren Mitmenschen findet hauptsächlich über mobilen Endgeräten statt. Reale Begegnungen werden im privaten- wie auch beruflichen Alltag weniger. 

Wir merken, dass im Zusammenhang mit unserer Naturverbindung etwas ernsthaft falsch läuft, können es jedoch nicht genau definieren.

"Mit dem Coyote-Guide zu einer tieferen Verbindung zur Natur"

Das soziale leben findet digital statt

Neben den “Live” Treffen werden auch Naturbegegnungen von Kindern, Jugendliche, Erwachsenen und Senioren folglich immer weniger. Das digitale “Alternativ-Angebot” zur Natur ist groß. Elektronik und Social Media lockt unsere Kinder weg von Matsch, Wiesen und Wälder nach drinnen in das “häusliche” Umfeld, so dass sie gar keine Zeit mehr haben, eine Verbindung zur Natur herzustellen.

Wir Menschen sind aber zu dem geworden, was wir sind, weil wir Hunderttausende von Jahren im Freien in und mit der Natur im Einklang gelebt haben.

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Die Reizarme Natur als Gegenpol

Wir sind jedoch der Meinung, dass je digitaler unser Alltag wird und je mehr Termine Erwachsene und Kinder am Tag “abarbeiten” müssen, desto mehr brauchen wir die Natur mit ihren positiven Auswirkungen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit.

Denn fehlende Begegnungen mit der Natur können zu körperlichen und seelischen Erkrankungen führen. Im Gegensatz zu den Naturvölkern trennt die moderne Welt die Natur von den Menschen durch die Begriffe “natürlich” und “menschlich”. Würde man ein naturverbundenes Volk befragen, was Natur ist, so würde die Antwort wahrscheinlich sein – Ich bin die Natur.

Wir müssen auch mal “offline” sein, denn unsere “fortschrittliche” Welt, in der wir gerade leben, ignoriert das Bedürfnis nach einer Verbindung mit der Natur weitgehend.

Seit einigen Jahren haben fehlende Naturkontakte einen Begriff bekommen: Das Natur-Defizit-Syndrom

John Doe

Wie kommt es zur Naturentfremdung?

Die Gründe sind mannigfaltig und setzten sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen wie:

  • Der Verlust von Grünflächen
  • Die Verlagerung des Lebens in die Städte (Urbanisierung)
  • Zu volle Terminkalender
  • Angst vor der Natur
  • Steigende Digitalisierung im Arbeitsalltag sowie im Privaten
  • Eingeschränkter Bewegungsradius von Kindern
  • Langweile bei Naturaufenthalten
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Wie äußert sich das Natur-Defizit-Syndrom?

Geringe Begegnungen und Erfahrungen mit der Natur können  Auswirkungen auf die körperliche, seelische und geistige Entwicklung haben. Die Fähigkeit unserer natürlichen Resilienz, also der psychischen Widerstandskraft, entlädt sich.

Mögliche Anzeichen eines Natur-Defizits sind:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Motorische Defizite
  • Vermehrtes Auftreten von Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen und erkennbare Haltungsschäden
  • Die virtuelle Welt wird gegenüber der Natur bevorzug
  • Einbußungen in Kreativität, Fantasie und handwerklichen Fähigkeiten
  • Man fühlt sich "überreizt"
  • Wissen und Fähigkeiten über die Natur sind "verkümmert"

Ein Wachsendes Problem

Grundlegen kann leider festgestellt werden, dass die negativen Auswirkungen bei Kindern, Jugendlichen wie auch bei Erwachsenen in Form von psychischen Erkrankungen Jahr für Jahr steigen.
Bereits jedes vierte Kind im Alter zwischen drei und zehn Jahren leidet an Bauchschmerzen und mehr als jedes dritte Mädchen und jeder fünfte Junge im Alter von 11 bis 17 Jahren leiden an psychosomatisch bedingten Kopfschmerzen. Auch ADHS ist ebenfalls eine immer häufiger gestellte Diagnose sowie Ess- und Schlafstörungen. Selbst Depressionen werden mittlerweile bei unseren Jüngsten festgestellt.

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Früherziehung als Chance für die Umwelt

Neben den körperlichen und seelischen Auswirkungen haben fehlende Naturkontakte auch eine Auswirkung auf das später Selbstverständnis auf Natur. Wer als Kind keine Möglichkeit erhält, eine Verbindung und ein Verständnis zur Natur aufzubauen und lernt wie komplex, sensibel unsere Umwelt und wie wertvoll diese für uns, der Tier- und Pflanzenwelt ist, der wird es als Erwachsener als schwer empfinden, mit natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen und die Natur aktiv zu schützen, zu bewahren und zu verbessern. 

Wie wichtig ist Bewegung in der Natur für Kinder?

Spielen und Bewegung sind die grundlegenden Bedürfnisse bei denen geistige, soziale und motorische Fähigkeiten erlernt und ausgeprägt werden. Zudem vermittelt das “grüne und natürliche Klassenzimmer” Kreativität und Fantasie, wenn man auf Tannen klettert und mit Freunden Laubhütten baut.

Dass sich Bewegung positiv auf unseren Körper und Seele auswirkt, ist vielen hinlänglich bekannt. Das freie Spielen in der Natur bietet zudem einen “Abenteuereffekt”. Grenzen können ausgetestet werden und die Kinder somit über sich selbst hinauswachsen, wenn sie etwas getan haben, was sie sich vorher nicht zugetraut haben. Sie können sich regelrecht selbst verwirklichen. Durch die natürliche “Reizreduzierung” der Natur stellt sich darüber hinaus eine Entspannung ein. Stress wird abgebaut. Kinder, welche sich regelmäßig in der Natur aufhalten, sind i.d.R. ausgeglichener und weniger gestresst.

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Wer regelmäßig durch die Wälder tobt, auf Bäume klettert und auf Stämmen balanciert, der trainiert zudem seine Koordination und motorischen Fähigkeiten. Die Natur zu fühlen, zu riechen, zu schmecken sowie zu hören schult die Sinne und bereitet unsere Kinder auf die Herausforderung des Lebens vor!

John Doe

Wie können wir Unterstützen?

Mit unserer Philosophie, unseren Zielen und Konzepten wollen wir es schaffen, der Naturentfremdung entgegenzuwirken und somit eine naturnahe und naturverbundene Lebensweise für Erwachsene und Kindern zu unterstützen. Kreativität, Gesundheit und Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und Resilienz werden dabei auf natürliche Art und Weise gestärkt.

Dem Naturdefizit-Syndrom entgegenwirken

In Unserer Natur- und Wildnissschule fördern wir:

Sehen, Tasten, Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören. Nutzen wir die Natur als Gelegenheit unseren überfüllten Alltag zu verlassen, Reize zu minimieren und sich die Zeit zu geben, die natürliche Welt mit all unseren Sinnen zu erfahren.

John Doe

Digital Detox

Je schlechter das Handynetz, desto besser die Verbindung zur Natur. Weniger Smartphones & Tablest bedeutet mehr Zeit für Abenteuer!

Selbstkompetenz

Durch das freie Spielen in der Natur können Grenzen ausgetestet werden und somit die Kinder über sich selbst hinauswachsen.

Umweltbewusstsein

Durch nachhaltige Naturerlebnisse verstehen wir uns wieder als Teil der Natur und entwickeln so ein natürliches Umweltbewusstsein.

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Für Kinder und Jugendliche

Für unsere Kinder und Jugendlichen ist es uns wichtig, dass das Wissen und Informationen nicht aus Büchern oder Vorträgen entnommen wird, sondern sie direkt nachhaltig und erlebnisorientiert erfahren wird. Wir werden die Natur und ihre Umgebung aktiv wahrnehmen, sie fühlen, riechen und schmecken. Wir werden uns dreckig machen und mit natürlichen Werkstoffen arbeiten. Wir werden im Matsch spielen!

Dabei achten wir darauf, dass die Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite weitestgehend ohne Einmischung von Erwachsenen diese Erfahrung machen können und ihnen einen gewissen Aktionsradius eingestehen, in denen sie sich autonom bewegen können (kleine Anregungen sind natürlich erlaubt). 

Freie und Selbstbestimmte Naturerlebnisse werden kombiniert und ergänzt durch begleitete Naturerlebnissen. Unsere Naturerfahrungen machen wir bei (fast) jeden Wetter, denn so können bei den unterschiedlichen Witterungsbedingungen unterschiedliche Sinnes- und Naturerfahrungen gemacht werden.

Für Erwachsene und Senioren

Erwachsenen sowie Älteren Menschen – gerade im städtischen Bereich – fehlt oft der Bezug zur Natur. Erwachsene in der “Rush-Hour” ihres Lebens finden oft nicht die Zeit bzw. richtig gesagt: Sie nehmen sich nicht die Zeit. Ältere Menschen dagegen fühlen sich in der Natur unsicher.

Wir bieten auch für Erwachsene und Senioren viele Einstiegsmöglichkeiten um wieder mit der Natur in Kontakt zu treten.

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Die reizarme Natur mit seinen Pflanzen und Tieren ist das Beste "grüne" Klassenzimmer und wichtigster Unterstützer, um das Band zwischen Mensch und Natur wieder zu stärken. Wir lernen wieder ein Teil der Natur zu sein und stärken somit Resilienz, Wohlbefinden und Gesundheit.

John Doe